Hier finden Sie Info´s über unsere Bartagame (Pogona Vitticeps) "Jabba"

Seit dem Januar 2008 haben wir einen neuen Mitbewohner in unserem Wohnzimmer. Eine Bartagame. Ob es einmal ein "Er" oder eine "Sie" wird ist noch nicht exakt zu bestimmen. (Bisher gehen wir davon aus, dass es sich um einen Bock handelt. Der kleine wurde mit einem 80cm Terrarium und der entsprechenden Einrichtung, wie Beleuchtung, Bodengrund usw. angeschafft. Etwa im März fing er an, sich in seinem Terra einzugraben um Winterruhe zu halten. Dies ist für ein Jungtier im Alter von unter einem Jahr sehr ungewöhnlich und aufgrund seines geringen Gewichts nicht ungefährlich. Nun gut, wir haben den Kleinen vier Wochen schlafen lassen und er hat es überlebt. Inzwischen ist der Kleine schon einmal in ein größeres Terra umgezogen.

Hier ersteinmal ein paar Fotos - was auch sonst :-))

 

 

Allgemeines aus Wikipedia:

Bartagamen sind langgestreckte, zumeist sandfarbene Echsen. Durch ihre Färbung und Zeichnung können sie sich in ihrem Lebensraum gut tarnen. Sie sind an vielen Körperstellen mit Stacheln besetzt. Der Schwanz macht für gewöhnlich die Hälfte bis ein drei viertel der Gesamtlänge aus. Bartagamen können bis 50, selten bis 60 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von bis etwa einem halben Kilogramm erreichen. Die Lebenserwartung der Bartagamen beträgt 15 Jahre.

Verbreitung und Lebensraum

Bartagamen sind in Australien einheimisch. Sie leben in Großteilen Australiens; die häufig feuchteren Gebiete in Nord- und Nordostaustralien haben sie jedoch nicht oder kaum erschlossen. Die Insel Tasmanien im Süden Australiens weist auch keine Bartagamenbestände vor. Sie leben vorwiegend in Wüsten, Steppen und lichten Wäldern.

Ernährung

In freier Wildbahn sind Bartagamen Ansitzjäger. Sie fressen nahezu alles, was sie überwältigen können. Dies sind diverse Wirbellose, Nager, Frösche, Jungvögel, Insekten, Reptilien und zum Teil eigene, kleinere Artgenossen. Der pflanzliche Anteil der Nahrung ist recht groß, er beträgt bei erwachsenen Bartagamen teilweise mehr als 50 %, bei jüngeren Tieren überwiegt der Anteil an tierischer Nahrung. Bartagamen tätigen regelmäßig den „Zungentest“. Hierbei wird mit der Zunge geprüft, ob eine Pflanze oder ein Tier essbar ist.

Verhalten

Der Bart

Typisches Kennzeichen der Bartagamen ist ihr „Bart“. Dieses charakteristische Merkmal könnte man als Weiterentwicklung der Kehlwamme bezeichnen. Er ist mit Stacheln besetzt und liegt an der Kehle des keilförmigen Kopfes. Er wird nicht aufgebläht, sondern aufgestellt. Dies funktioniert durch den sogenannten Zungenbeinapparat, zwei Knochen, die den Bart aufstellen. Unter gleichzeitigem Kopfnicken nutzt die Bartagame den Bart zum Imponieren und Drohen.

Dominanz

Das schnelle Auf- und Absenken des Kopfes, auch als Nicken bezeichnet, ist ein Zeichen der Dominanz des Tieres. Dieses Verhalten ist aber nur bei männlichen Bartagamen zu sehen.

Balzverhalten

Neben dem Dominanzverhalten wird auch das Balzverhalten durch das Nicken eingeläutet. In Verbindung mit einer Schwarzfärbung des Bartes ist dies für das Weibchen ein Zeichen der Paarungsbereitschaft. Das Weibchen senkt dann ihren Körper ab und hebt den Schwanz. Dieser dauert meist nicht länger als zwei Minuten und wird je nach Tier öfters am Tag wiederholt. Das Balzverhalten dauert meist ein paar Wochen an, kann sich jedoch auch über Monate abspielen. Deshalb ist es ratsam, mehrere Weibchen zu halten, da sonst durch zuviel Stress der Tod hervorgerufen werden kann.

Verteidigungskämpfe

Zu Verteidigungskämpfen des Revieres kommt es dann, wenn sich zwei Männchen begegnen und keines der beiden eine Demutsgeste macht. Durch das Aufstellen des schwarzen Bartes zeigen sie dann das typische Kampfverhalten, das durch starkes Nicken unterstützt wird. Anschließend wird der Körper flach gemacht und die Stacheln aufgestellt, um dem Gegner gegenüber größer zu erscheinen. Danach umkreisen sich die beiden, nähern sich seitlich und versuchen einen Biss anzusetzen. Der stärkere Kontrahent schiebt sich dann auf den Schwächeren, welcher dann regungslos auf dem Boden liegenbleibt, bis er eine Möglichkeit zur Flucht sieht.

Demutsgeste

Bartagamen zeigen Demutsverhalten durch Winken mit den Händen, langsames Auf- und Abbewegen des Kopfes und Abflachen ihres Körpers. Somit demonstrieren sie einem Rivalen ein Beschwichtigungsverhalten, als Zeichen, der Schwächere zu sein.

Erkundungsverhalten

Zur Erkundung der Umgebung benutzen Bartagamen ihre Zunge. Dabei lecken sie die Gegenstände in ihrer Umgebung mit einem Züngeln ab. Die Duftstoffe der Objekte werden dann über die Zunge an das Jacobsen-Organ weitergeleitet. Zur Begrüßung von Artgenossen wird ebenfalls die Zunge eingesetzt und die Nackenregion der anderen Tiere geleckt. Die Zunge wird auch zur Essbarkeitsprüfung eingesetzt. Dabei lecken sie ihr Futter zunächst ab, bevor sie es verspeisen (nur bei pflanzlicher Nahrung).

Ablehnungsgesten

Ein Zeichen der Ablehnung ist es, wenn Bartagamen ihre Augen schließen. Anders als beim Menschen ist es nicht ein Zeichen des Genießens, was oftmals falsch interpretiert wird. Es soll dem Halter signalisieren „Hör bitte auf, es gefällt mir nicht“. Dies ist meist beim Streicheln der Tiere festzustellen. Fühlen sich die Tiere stark bedrängt und ins Eck getrieben, kann man bei den Bartagamen sogar ein Fauchen vernehmen. In diesem Fall stellen sie dann auch ihren schwarz gefärbten Bart auf. Wie beim Revierverhalten stellen sie meist auch die Stacheln auf und nähern sich dem Gegner seitlich. In den seltensten Fällen beißen Bartagamen zu.

Schlafen

Zum Schlafen suchen sich die Bartagamen einen Ort, an dem sie sich zurückziehen können. Dabei graben sie sich gerne eine Mulde oder schlafen in gemütlicher Position auf einem Ast. Manchmal ist auch zu beobachten, dass die Bartagamen nur auf dem Schwanz gestützt an einer Wand schlafen. Für Menschen ungewöhnliche Schlafpositionen sieht man bei Jungtieren öfter als bei Erwachsenen.

 

 

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